Naturheilpraxis Nadolny

Blutegel

Eine uralte, traditionelle Methode der Volksmedizin ist die Blutegelbehandlung.

Nachdem Blutegel durch den unreflektierten Einsatz im Mittelalter in Verruf geraten waren, werden jetzt die hilfreichen Eigenschaften dieser erstaunlichen kleinen Tiere wiederentdeckt.

Wir verwenden ausschließlich für die Humantherapie gezüchtete Blutegel aus einer speziellen Zuchtanlage. Sie brauchen nur alle 10 – 12 Monate eine Mahlzeit und werden hungrig angeliefert, so dass sie nach einer kurzen Ruhepause einsatzfähig sind.

Die Egel (lat. Hirudo medicinalis) sind zwischen 1 und 5 g schwer. Während der 10- bis 90minütigen Behandlung können sie etwa das Fünffache ihres Eigengewichts an Blut aufnehmen. Dabei geben die Tiere Polypeptide und Enzyme, vor allem aber das gerinnungs-hemmende Hirudin ab.

Der Biss eines Blutegels wirkt wie ein Aderlass, wobei die Blutgefäße um die Bissstelle gereinigt werden.

Die Substanzen im Speichel des Egels sind außerdem entzündungs-hemmend und schmerzstillend.

 

Tipps für die Behandlung mit Blutegeln

Wer zur Blutegelbehandlung in unsere Praxis kommt, sollte die zu behandelnde Stelle nur mit klarem Wasser waschen und an diesem Tag kein Parfüm und keine Creme auftragen. Blutegel sind sensibel und beißen sonst schlecht oder gar nicht!

Da die Bisswunde noch etwa 20 Stunden lang heftig nachbluten kann, geben wir unseren Patienten Verbandmaterial für die nächste Nacht mit. Die Blutung soll auf keinen Fall gestoppt werden!
Dazu gehört auch das Tragen lockerer Kleidung, damit kein Druckverband entsteht.

Nach einer Blutegelbehandlung sollte man sich nicht mehr allzu vieles vornehmen und den Tag am besten zu Hause in Ruhe ausklingen lassen.

Am nächsten Tag reicht dann oft schon ein Pflaster zur Abdeckung der Bissstelle.
An der Bissstelle des Blutegels kann es für ein paar Tage zu Juckreiz oder zum Anschwellen der Wundränder kommen. Um Infektionen zu vermeiden, darf dann nicht gekratzt werden, und mit etwas homöopathischer Salbe oder speziellen Umschlägen ist das Jucken auch bald vorbei.

 

Die hier erwähnten Verfahren gehören in den Bereich der Erfahrungs- und Naturheilkunde und werden von der Schulmedizin teilweise nicht anerkannt.